Hexen in der Walpurgisnacht

Nachts, wenn alle Stimmen schweigen,
senkt ein Zauber sich aufs Land.
Tanzen Elfen ihren Reigen,
geben Feen sich die Hand.

Hexen, Trolle, Spukgestalten
sieht man in der Dunkelheit.
Sind nicht länger aufzuhalten,
denn der Morgen ist nicht weit.

Ängstlich Herz du schlägst so wild!
Blut, das in den Adern friert.
Musik jetzt die Luft erfüllt.
Hexentanz wird vorgeführt.

ES greift nach meinen kalten Händen,
zerrt mich in den Zauberkreis.
Grelle Lichter, die mich blenden,
mir ist gleichwohl kalt und heiß.

Silberhelles Licht des Mondes
zeichnet Schatten, schürt die Angst.
„Tanze, Mädchen, TANZ“, so tönt es,
„bis du nicht mehr tanzen kannst!“

Schwerelos die Füße schweben.
Fiebertraum, ich spür es nicht.
Lasse dann empor mich heben
in das erste Morgenlicht.

Morgensonne will mich blenden,
liebes Kind, es ist vollbracht!
Fühl es kalt in meinen Händen:
Mein Zauberzeichen dieser Nacht.


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