Urlaub daheim

Ich liege noch und lausch nach draußen,
hör Autos, die vorüber sausen,
hör Stimmen und ein Kinderlachen.
Hab Urlaub – und muss gar nichts machen.

Ich dreh mich auf die Seite nun.
Hab ja nichts Besseres zu tun.
Der Regen prasselt auf das Dach.
Hab Urlaub – und ich liege wach.

Die andere Seite wird probiert
und draußen wird laut lamentiert.
Du lieber Gott, was für ein Krach!
Hab Urlaub – und ich denke nach.

Die Stadt füllt sich mit Arbeitseifer,
ich hör der Nachbarin Gegeifer.
Es senken sich die Augenlider.
Hab Urlaub – und ich schlafe wieder.

Versinke in des Traumes Welt.
Hier gibt’s kein Stress und auch kein Geld.
Nur Ruhe, Stille, Müßiggang.
Hab Urlaub – aber nimmer lang.

Durch den Gedanken aufgeschreckt,
als hätt der Wecker mich geweckt,
denk ich an all die vielen Sachen,
die ich im Urlaub wollte machen.

Ergebe mich, ich steh ja auf!
Beginn des Tages Dauerlauf.
Der Nachbar grüßt, lüpft seinen Hut:
„Ham’s Urlaub? Na, erhol’n Sie sich gut!


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